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Texte und FAQs
Manche dieser Texte wurden als Vorträge gehalten (das bitte beim Lesen beachten), andere sind Originalbeiträge in Fachzeitschriften, manche sind Skizzen.
Fachartikel
Probleme des Konzepts einer Indifferenzlage Forum Logopädie, Juli 2012
Hat nicht jeder Mensch seinen eigenen Ton? - Ja, irgendwie schon. - Sprechen nicht manche zu hoch, andere zu tief, also nicht mit ihrer wirklichen, echten eigentlichen, physiologischen Stimme? - Hmm.
Die Indifferenzlage ist das zentrale Konzept der Sprecherziehung, aber auch wichtig in der Logopädie, so banal, dass niemand, seit einem Jahrhundert nicht, dieses Konzept mal näher betrachtet hat. (Im Angelsächsischen Raum übrigens scheint es das gar nicht zu geben!) Dabei ist der Umgang mit der Il alles andere als einfach. In der Fachliteratur erfährt man, dass es manchmal erst im Verlauf der Therapie herauskommt, welches die IL ist, manche finden sie gar nicht. (In einer Email erfuhr ich unlängst von einer verzweifelten Patienten, sie habe schon 24 Stunden Logopädie hinter sich, ohne die mysteriöse Lage gefunden zu haben!) Schauspieler zumindest bemühen sich stets, die Stimme runter zu ziehen, um ja nicht zu hoch zu sprechen - was eine sehr unangenehme Nebenerscheinung dieser Idee ist.
Die Einzelideen, die das Konzept ausmachen, sind ebenfalls verbreitet, Allgemeingut. Wert, mal unter die Lupe genommen zu werden. Das habe ich getan. Fazit: Wer die IL sucht, sich auf sie einpegelt, ihr Verlassen fürchtet - der tut dies alles ohne guten Grund. - Ein echter Mythos also.
Stimmen von SchauspielerInnen vor und nach einer Aufführung - Pilotstudie bei LOGOS Interdisziplinär 3/2008
Viel wird geforscht zu Sängerstimmen und zu Stimmpathologien. Ziemlich allein steht daher meine Studie aus dem echten Leben da, das die Qualität der Stimmen von Schauspielerinnen vor und nach einer Aufführung beleuchtet. Erstaunlicherweise wird hier gar kein Bedarf gesehen, nach dem Motto: “Die ham das doch gelernt, die müssen das doch können.” Meine Pilotstudie zeigt, dass dem nicht so ist. Das hat immer schon Konsequenzen für die künstlerische Qualität im Verlaufe von Aufführungen. Es wäre wichtig, dass Regisseure, die beim Theater quasi die Rolle des Dirigenten spielen (sich aber im Stimmlichen nicht irgendwie qualifizieren müssen), stimmlich geschult werden. Die Studie hat auch Implikationen für die Ausbildung von Schauspielerstimmen. (Welche Klanparameter werden trainiert?) Und vor allem belegt die Studie die Notwendigkeit, Schauspielerinnen im Beruf weiter zu fördern - nicht erst, wenn es zu spät ist, der Gang zum Phoniater ansteht und ein strukturelles Defizit (mangelnde Wertschätzung und Pflege der Schauspielerstimme) plötzlich als persönliches Manko erlebt wird: “Hilfe, ich kann das nicht!”
Der Klang in der Stimmarbeit - Forum Logopädie 4 / 2011
Seltsam: Der Klang wird meistens bloß als das gesehen, was hinten rauskommt. Und nicht als Angelpunkt der Stimmarbeit.
Zur Stimmpädagogik
Stimm Mythen
Beginn einer Reihe zu sagenumwobenen Phänomene wie der Macht der Stimme oder dem rechten Stimmsitz, zu solar-lunaren Atemtypen, zum Aufsprengen der Stimmlippen udn Verstärkung durch Resonanz - hier.
Die Stimmlippenbewegung
- Ein Kinder-Experiment, das Sie an einem Waschbecken durchführen können, macht den Mechanismus der Stimmlippenbewegung (das automatische Ansaugen der Stimmlippen durch den Lufstrom) deutlich.
- Eine ausführliche und leicht verständliche Bild-Text-Landschaft, wie die Stimmlippen im Luftstrom des Atems in Schwingung geraten, finden Sie im forum-stimme. klicken Sie mich.
Die Altersstimme - unredigierte Vortragsfassung aus Meran, 2008
Der Sirenenheuler - ein stimmpädagogisches Spielzeug -
- Es handelt sich um kleine Luftheuler, Karnelvalsartikel. Folgen Sie dem Link, finden Sie eine Tabelle der Verknüpfungen zwischen dem Tonheulerverhalten und verschiedenen Stimmeinstellungen wie Register, Lautstärke, Vokal.
- Spielen Sie ein wenig mit einem solchen Luftheuler herum, so werden Sie merken, dass Sie bestimmte in der Tabelle dargestellte Kombinationen nicht gut oder gar nicht können. Das zeigt, dass Sie bestimmte Bewegungsformen, eine bestimmte Organisation benutzen, andere nicht.
- Sie können sich diesen bislang nicht benutzten Bereich erarbeiten.
Feldenkrais’ Pädagogik im Stimmtraining
Vorstellung eines Stimmtrainings und eines Buches zum Thema, das Feldenkrais’ Methoden nicht nur inkorporiert, sondern umgekehrt die Feldenkraismethode auch um die Aspekte des Klangs erweitert. Das ist nicht nur für an Klang Interessierte wichtig (Sprecher, Sänger, Instrumentalisten, Tänzer) sondern auch für diejenigen, die primär mit Bewegung arbeiten, weil der Klang Informationen über den Körper und dem Körper direkt gibt, die über Bewegung und Berührung allein unerkannt bleibt.
Stimmtraining für Erzieherinnen
“Seminarprotokoll” für die Hamburger Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung, Hamburg 2006
Die Stimme in der „Körperarbeit“
für Lehrer der Alexander Technik und des Feldenkrais, Cranio-Sacral Therapeuten und weitere Interessierte
Die Stimme in der Körperarbeit? Das wird normalerweise umgekehrt gedacht: Körperarbeit könne die Stimmfunktion fördern - aber so rum? Und dass die Stimme gar eine „Körpermethode“ erweitern könnte?
Hörbild und Gewohnheit.
Der Begriff der Gewohnheit wird hier wie in der Alexander-Technik und im Feldenkrais benutzt und veranschaulicht. (Ein Ausschnitt aus dem Kapitel Hintergründe in Die souveräne Stimme.)
Stimme und Erotik .
Erotik ist ein kulturelles Phänomen (wie “Komik”) - abhängig von aktuellen Tabus und Moden sowie persönlichem Umgang mit diesen Codierungen. Auf stimmlicher Ebene lassen sich die Parameter für die entsprechenden kulturellen Vorstellungen (oder “Masken” “Rollen”) ganz gut beschreiben - udn üben!
Feldenkrais und Stimme.
Absicht dieses Artikels ist es, darzustellen, wie Ideen und Praxis von Moshe Feldenkrais in die auf diesen Seiten dargestellte Form der Stimmarbeit (Sprechtraining und Gesangsunterricht) eingeflossen sind.
Hören im Stimmtraining
Stimmtraining ist immer auch Hörtraining. Wie Stimme und Hörn zusammenhängen, und welche Konsequenzen sich daraus für das Stimmtraining ergeben, das läßt sich leicht skizzieren.
Körper-Sprache
Mein Leserbrief zum Artikel "Zerbrechlich wie ein Glas" ( http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,435818,00.html) im Spiegel am 7.9.2006 zum Fall “Kampusch”
Das Interview ist mir Anlaß, kritisch über die beliebte Vorstellung, der Körper "spreche" eine "eigene" "Sprache oder "verrate" dem Experten Dinge, die der Nicht-Experte nicht sehe, nachzudenken. Es zeigt sich dabei (und nicht nur in diesem Beispiel), daß die Beschreibungen körperlichen Verhaltens so vage sind, daß sie auf alltägliche Situationen ebenso zutreffen, wie auf jene, deren Deutung dem Laien angeblich nicht möglich ist, und für die der Experte zu Rate gezogen wird.
Noch nicht erschienen:
Körper-Sprache Körpersprache wird meist als eine universelle Sprache gesehen, die sich einfach von so verstehe. Außerdem lüge der Körper nicht - ähnlich wie die Stimme wird dem Körper der Bonus der “Wahrhaftigkeit” zugesprochen (“Ausdruck der Seele”, “unmittelbarer Ausdruck”, “Die Stimme stimmt immer” etc.)
Wenn Körpersprache eine Sprache ist - was sind ihre Worte? Was ihre Grammtik? Was ist Verstehen in der Körpersprache? Was ist die Bedeutung eines Körpersprachenzeichens?
Und: Wie verhält sich die K-Sprache zur Wortsprache? Sind das eigene Sphären? Es scheint so, wenn dem Körper (oder auch der Stimme) der Bonus der Wahrhaftigkeit zugesprochen wird. Denn mit Worten können wir leicht lügen - die Stimme aber - gleich dem Körper - lügt nie. Sie sind unschuldig, repräsentieren unser wirkliches Selbst, unsere wirklichen Motive und Absichten - beide sind ganz unverstellt echt, vollständig, wo die Worte nur grobe Übersetzungen des persönlichen, eigentlich unsprachlichen Erlebens sind - und zudem auch noch lügen können. Ganz im Gegensatz zum Körper, zur Stimme.
Oder?
Wir werden sehen.
Zu den FAQs, die sich aus Emailanfragen ergeben haben, geht es hier.
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